Geschichte

Die Wiener Folksession-Szene wurde über die letzten Jahrzehnte zur Brutstätte zahlreicher Bands: Die legendären Smoky Finish nahmen hier ihren Ursprung ebenso wie das Trio Folk Art, das Oriental-Celtic-Fusion-Projekt Nim Sofyan, die Frauen-Folkband W.i.t.Ch. oder das Folk-Quartett Gaelach

So auch die Moving Pints, die es aktuell gar schon in ihrer zweiten Inkarnation gibt.

Lang, lang ist’s nämlich her, da entstand aus der damals noch sehr jungen Wiener Folksession-Szene
ein Folk-Quartett von Freunden – Mitglieder dieser sehr musikantischen Band waren Thomas Herzel (Gesang, Gitarre), Albin Paulus (Dudelsack, Whistles), Nicole Janss (Gesang, Whistle, Bodhran) und Stephan „Stoney“ Steiner (Fiddle): Namensgebend wurde The Moving Pint, ein fröhlicher Reel des irischen Fiddlers Charlie Lennon, dessen Titel schildert, was passiert, wenn das Fußstampfen in der Hitze des Sessiongeschehens die Gläser auf den Tischen in Bewegung versetzt.

Viele schöne Konzerte spielten die Moving Pints miteinander. Um die Jahrtausendwende schließlich gingen alle ihrer eigenen musikalischen Wege und machten mit anderen Projekten weiter. Der Name aber blieb im kollektiven Gedächtnis der Wiener Folkszene erhalten.

 

3 MusikerInnen – Antonia Wernig, Andi Neumeister und Stephan „Stoney“ Steiner – stellten im Jahr 2015 stellten  fest, dass es schön wäre, endlich mal ernsthaft eine Band miteinander zu machen:

Die drei kannten sich schon fast eine Ewigkeit, hatten in unterschiedlichsten Besetzungen und mit viel Vergnügen immer wieder zusammen musiziert (unter anderem beim Quartett Arceann) und sehr, sehr viele Tunes bei Sessions miteinander gespielt bzw. kaum weniger Pints zu denselben Anlässen freudvoll geleert… Aber irgendwie hatte es sich niemals ergeben, genau in dieser Dreierbesetzung ernsthaft zusammenzuspielen – sei es, weil Antonia wieder mal nach Irland emigriert war, um in Limerick Uileann Pipes zu studieren und Sessions unsicher zu machen, Andi sich als Bio-Bauer im Waldviertel versuchte und zugleich mit anderen musikalischen Projekten wie Ballycotton oder den Gasslspielern schon sehr eingeteilt war oder Stoney als Vielspieler auch nicht mehr viel Ressourcen freihatte.

2015 war es also schon hoch an der Zeit, ein Trio miteinander zu gründen, und es klappte auf Anhieb hervorragend. Nur ein Name fehlte noch. Was ja nicht geht.

Also beschlossen Antonia, Andi und Stoney, für die neue Gruppe den ganz hervorragenden (und verwaisten) Namen The Moving Pints zu reaktivieren. So bewegen sich die Pints jetzt wieder über den Tisch, rutschend und hüpfend, in der Groove der stampfenden Füße, wenn die Musik die Kontrolle über den Körper übernimmt und Reels und Jigs alle in einen rauschhaft-trancehaft-schwebenden Zustand versetzen…